Warum Lernen ohne Lehrkraft schwierig ist

Viele meiner Lernenden nutzen neben dem Unterricht auch KI-gesteuerte Apps als Unterstützung. Kürzlich bin ich gefragt worden, ob es nicht ausreichen würde, ausschließlich mit Apps eine Sprache zu lernen. Hierzu ein paar Gedanken:

Ich finde Lern-Apps erstmal super, sie ermöglichen einen leichten Einstieg in eine Sprache, ich kann selbst festlegen, wie viel und wie oft ich meine Zeit ins Lernen investieren möchte und ich kann nebenbei lernen, die Einheiten also perfekt in meinen Alltag integrieren. Ich selbst nutze diese Möglichkeit ebenfalls, um meine Sprachkenntnisse in Sprachen aufzufrischen, die ich selbst mal gelernt habe und im Alltag wenig nutze.

In meinen Kursen haben wir auch schon öfter über die Vor- und Nachteile von Lern-Apps gesprochen. Einige Teilnehmende haben vor Kursbeginne schon damit geübt und das kann ein Vorteil sein, da sie bereits erste Vokabeln mitbringen. An ihre Grenzen stoßen solche Lern-Apps allerdings, wenn es um das eigentliche Sprechen geht. Denn wenn mir ein Gegenüber fehlt, das sich meine Aussprache genau anhört, mich auf Fehler hinweist, mir sagt, wenn etwas unverständlich war oder einfach in derselben Sprache antwortet, komme ich irgendwann nicht mehr weiter.

In meinen Kursen lasse ich die Teilnehmenden viel vorlesen, mache mir Notizen, was nicht richtig war, korrigiere im Anschluss, erkläre, warum ein Wort anders ausgesprochen wird als erwartet und suche passende Übungen raus, um weiter daran zu arbeiten. Außerdem üben wir gemeinsam selbst erarbeitete Dialoge und lesen selbst geschriebene Texte vor oder es entstehen spontane Gespräche über ein Thema, das gerade interessiert. Dies kann eine Lern-App nicht schaffen und darum sind sie für mich vor allem eine sinnvolle (und spaßige) Ergänzung zum Sprachunterricht.

Du willst mehr über meinen Unterricht erfahren? Dann nimm gerne Kontakt mit mir auf, ich freue mich, von dir zu hören.