Warum sich Dänisch am Anfang so schwer zu lernen anfühlt

Eigenes Bild, KI-generiert

Vor allem im Herbst starte ich immer mit einigen Kursen und Einzelstunden für Lernende ohne Vorkenntnisse. Oftmals sind es Menschen, die oft und gerne in Dänemark im Urlaub sind und sich dort gerne auf Dänisch verständigen möchten. Manche möchten sogar auswandern. Und damit kommt besonders häufig nach den Sommerferien der Wunsch auf, diese tolle Sprache zu lernen.

Wenn ich plötzlich gar nichts mehr verstehe

Viele von ihnen eint die Erfahrung, dass sie sich zwar in Dänemark super mit Englisch oder Deutsch verständigen können; sobald jemand mit ihnen Dänisch spricht, verstehen sie aber nichts mehr. Auch das Lesen mag ja noch gehen. Das Verstehen der dänischen Sprache, zum Beispiel beim Einkaufen, fühlt sich hingegen an wie eine sehr große Herausforderung.

Der Grund dafür ist, dass im Dänischen nicht nur sehr schnell gesprochen wird. Viele Wörter, die besonders häufig genutzt werden, werden einfach zusammengezogen. So wird aus dem Satz „Det ved jeg ikke“ (dt.: „Das weiß ich nicht.“) gesprochen: „Dewe ja ik.“ Und schon wird das Verstehen zu einem echten Hindernis.

Beim Lesen hinterherkommen

Ganz ähnlich ist es, wenn ich in meinen Kursen für Lernende ohne Vorkenntnisse einen Text vorlese. Manchmal lese ich bewusst langsam. Sobald ich allerdings die Geschwindigkeit erhöhe, werde ich am Ende des Textes gerne gefragt, wie ich denn da jetzt so schnell angekommen bin. Auch hier lautet die Devise: Weniger ist mehr. Und so kann es einem vorkommen, als würde ich beim Lesen die Hälfte verschlucken (was ich auch mache :-)).

Die gute Nachricht ist: Es wird leichter. Denn sobald ich mich an die besonderen Laute und die zusammengezogenen Wörter ein wenig gewöhnt habe, stolpere ich da nicht mehr drüber. Wenn ich mit meinen Fortgeschrittenenkursen Texte lese, sage ich ihnen gerne, dass sie mittlerweile vieles automatisch richtig machen, weil sie bereits über einen Grundwortschatz verfügen und beim Sprechen oder Hören nicht mehr überlegen müssen, was das Wort heißt oder wie es ausgesprochen wird.

Alles eine Frage der Übung

Deswegen kann ich sagen: Ja, die Aussprache und das Verstehen der dänischen Sprache ist schwer und vor allem am Anfang eine Herausforderung. Aber bereits nach kurzer Zeit merken die meisten Lernenden, dass sie mehr verstehen und sich deswegen auch mehr trauen, zu sprechen. Und dann kommen die ersten Erfolgserlebnisse, vor allem im Urlaub, wenn ich nicht nur etwas beim Bäcker bestellen kann, sondern auch verstehe, was mir geantwortet wird.

Also: Traut euch, es macht vor allem ganz viel Freude, Dänisch zu lernen!

Ihr habt selbst Interesse daran, Dänisch zu lernen oder habt Fragen zu meinen Angeboten? Prima, dann nehmt gerne Kontakt mit mir auf, ich freue mich, von euch zu hören!