
In meinen Kursen herrscht generell eine große Einigkeit darüber, dass die dänische Aussprache eine große Herausforderung ist. In den Anfängerkursen sind die meisten zunächst erstaunt, denn es wird eigentlich fast nie etwas so ausgesprochen, wie es geschrieben wird. Wir schauen uns dabei natürlich Ausspracheregeln an, allerdings gibt es so viele Ausnahmen und Besonderheiten, das viele nur irritiert den Kopf schütteln.
Warum wird das denn jetzt SO ausgesprochen?
Diese Frage höre ich in jedem Kurs und jeder Kursstunde mehr als einmal. Ich kann es zwar oft erklären, genauso oft sage ich allerdings auch: Am besten, ihr merkt es euch einfach. Denn ja, die dänische Aussprache ist für deutsche Ohren nicht leicht. Das hat mehrere Gründe:
Die meisten Wörter werden nicht so ausgesprochen, wie sie geschrieben werden. In der dänischen Sprache werden beim Sprechen viele Buchstaben ausgelassen, verschluckt oder anders gesprochen, als wir es erwarten würden. Darum kommt es immer wieder vor, dass meine Lernenden mich beim Lesen fragen: Wie bist du denn so schnell dahin gekommen? Einen Teil der Buchstaben brauche ich eben nicht, wenn ich spreche. Das führt dazu, dass ich beim Vorlesen schneller bin, als es meine Lernenden erwarten würden. Klar, wenn ich ungefähr die Hälfte der Buchstaben nicht spreche, bin ich schneller fertig.
Andere Laute als im Deutschen
Darüber hinaus gibt es im Dänischen Laute, die wir im Deutschen nicht haben, allen voran das „weiche D“. Dieser Laut klingt für deutsche Ohren mehr oder weniger wie ein „L“, ist aber keins. Die genaue Aussprache ist Übungssache und wird mit der Zeit leichter, klingt für Lernenden jedoch erstmal befremdlich.
Außerdem werden einzelne Vokale je nach Wort unterschiedlich ausgesprochen. Ein Beispiel: Das kleine Wort „af“ (versch. Bedeutungen, unter anderem „von“) wird für sich allein ähnlich ausgesprochen wie ein „ä“. Steht es aber am Anfang eines zusammengesetzten Wortes wie „afgang“ (bedeutet unter anderem Abfahrt oder Abflug), wird es zu „Augang“. Warum? Am besten, du weißt das einfach 🙂
Schnelles Sprechen
Und dann ist da auch noch die Sprechgeschwindigkeit. Dadurch, dass viele Laute verschluckt oder schlicht ausgelassen werden, wirkt die Sprechgeschwindigkeit sehr hoch. Darum lese ich in meinen Kursen auch langsamer, damit meine Lernenden mir beim Mitlesen folgen können. Mit der Zeit gewöhnen sich die meisten an das Sprechtempo und können besser folgen. Oder sie können fragen: „Kan du sige det igen?“ Das bedeutet: Kannst du das noch einmal sagen?
Reine Übungssache
Die gute Nachricht ist: Durch Übungen und viele Wiederholungen wird die Aussprache zunehmend leichter. Wenn du dann in deiner Freizeit auch noch Lust und Zeit hast, dänische Filme oder Serien in Originalsprache mit Untertitel zu schauen oder dir Hörbücher anhörst, wird es mit der Zeit besser. Ich finde die dänische Sprache großartig, eben weil sie so anders klingt. Vielleicht du ja auch schon bald?
Solltest du Lust haben, einen ersten Eindruck von dieser tollen Sprache zu erhalten, nimm gerne Kontakt mit mir auf. Neben meinen Kursen für Personen ohne Vorkenntnisse biete ich auch Crash- und Intensivkurse an. Diese bieten sich an, um erstmal in die Sprache hinein zu schnuppern. Ich freue mich, von dir hören! Vi snakkes!