
Wann immer ich mit neuen Dänischkursen anfange, stehen eigentlich alle Lernenden vor denselben Herausforderungen. Dabei kann es sogar vorkommen, dass einige sich nach den ersten Stunden entscheiden, nicht weiter zu lernen. Das hat unterschiedliche Gründe, die ich hier gerne mit euch teilen möchte:
Das Format ist nicht das Richtige
Es kommt öfter vor, dass sich Menschen dafür entscheiden, online zu lernen. Vielleicht, weil sie dadurch flexibel sind, nicht noch erst woanders hinfahren müssen oder es schlicht nicht die richtigen Angebote in der Nähe gibt. Nach kurzer Zeit kann es dabei passieren, dass sie feststellen, dass Online-Unterricht einfach nicht zu ihnen passt. Das ist absolut nachvollziehbar. Zwar ist es mittlerweile technisch möglich, gemeinsam die Aufgaben auf dem Bildschirm zu bearbeiten, und auch Gruppenarbeiten sind möglich. Trotzdem fällt es manchen schwer, sich darauf einzulassen.
Vokabeln lernen war früher mal einfacher
Auch das ist etwas, was vielen besonders in den ersten Wochen auffällt: Das Lernen von Vokabeln oder sogar das Lernen überhaupt fühlt sich herausfordernder an, als es erwartet wurde. Ich finde das absolut normal, denn die meisten von uns lernen besonders intensiv in der Schule, Ausbildung oder im Studium, danach wird es eher weniger. Dann kann es schwer sein, wieder in einen eigenen Lernmodus zu finden. Viele finden nach einer Weile ihre Wege und es fällt ihnen zunehmend leichter, manchen ist es zu viel – und das ist völlig in Ordnung.
Ich verstehe kein Wort
Und damit wären wir bei der wahrscheinlich größten Herausforderung beim Erlernen der dänischen Sprache: Die Aussprache und das Verstehen. Dänisch liest sich erstmal gar nicht so schwer, manches kann sehr leicht aus dem Deutschen oder Englischen abgeleitet werden. Allerdings ändert sich das, sobald die Sprache gesprochen oder verstanden werden soll.
Die dänische Aussprache ist sehr herausfordernd. Besonders am Anfang haben viele Lernende das Gefühl, sie würden gar nichts verstehen, könnten sich nicht merken, wie die Wörter ausgesprochen werden oder würden sofort wieder vergessen, wie die Aussprache funktioniert. Dieses Gefühl ist absolut nachvollziehbar und am Anfang sehr natürlich. Bleiben die Lernenden aber dabei und machen weiter, stellen sie nach einer Weile fest, dass sie mehr Übung erlangen und sich die Aussprache irgendwann gar nicht mehr so schlimm anfühlt. Wichtig ist es vor allem, sich zu trauen – dann verstehe ich irgendwann auch, was da gerade gesprochen wird.